Im folgenden möchten wir kurz in alphabetischer Reihenfolge dokumentieren, was aus den Mitgliedern der ersten Kerngruppe der "Roten Zelle Schwul" geworden ist:

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K. v. B.

 

Lebt heute als Restaurantbesitzer in Frankfurt am Main.

 

 

Martin Dannecker


Martin Dannecker zog sich im Herbst 1972 nach und nach aus der RotZSchwul zurück, nicht zuletzt um intensiver an der Studie "Der gewöhnliche Homosexuelle" zu arbeiten. Wurde 1977 wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem von Volkmar Sigusch geleiteten Institut für Sexualwissenschaft in Frankfurt. Wird dort 2000 (?) ordentlicher Professor. Nach seiner Pensionierung 2005 zog es ihn nach Berlin, wo er heute lebt und weiterhin wissenschaftlich arbeitet. Weitere Informationen siehe Wikipedia.

 

 

Bernhard Decker

 

Zog sich kurz nach Eröffnung des Schwulenzentrums in der Wittelsbacher Allee aus der Gruppe zurück. Schrieb eine kunstgeschichtliche Dissertation über "Das Ende des mittelalterlichen Kultbildes und die Plastik Hans Leinbergers". 1998 gründete er einen Kunsthandel in Frankfurt am Main. Er starb am 7. Juli 2015.

 

 

Rainer Demski

 

War nur etwa von Oktober 1971 bis Februar 1972 Mitglied er RotZSchwul. Er war zeitweise  Verteidiger von Mitgliedern der "Rote Armee Fraktion" (RAF). Er wurde am 12.4.1973 tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er starb unter ungeklärten Umständen, vermutlich an einem Mix aus Medikamenten und Drogen.

 

 

Hans-Peter Hoogen


Hans-Peter Hoogen führte sein Jura-Studium nach dem 1. Staatsexamen nicht fort, sondern eröffnete mit seinem Freund Hans-Jürgen im Frankfurter Nordend das "Cafe Größenwahn". Vor allem die AIDS-Krise brachte ihn dazu, sich in vielfältiger Weise für die Schwulen in der Gesellschaft einzusetzen. Weitere Informationen unter Wikipedia.

 

 

Danny Lewis


Schloss sich 1975 der Hamburger Theatergruppe "Brühwarm" an und tourte eine Zeitlang mit dem Theaterstück "Ein schwuler Jahrmarkt" durch die BRD. Arbeitete danach als Übersetzer medizinischer Fachbücher und lebt heute in Berlin.

 

 

Georg Linde

 

Zog sich nach dem schwulen Filmmonat aus dem Schwulenzentrum Wittelsbacher Allee zurück. Arbeitete als Journalist für die "Frankfurter Rundschau". Lebt heute noch in Frankfurt und engagiert sich für das Projekt "Schwul und katholisch" in der Gemeinde Maria Hilf.

 

 

Peter O.


Zog sich Anfang 1973 nach Öffnung der Gruppe aus der RotZSchwul zurück und widmete sich seinem Psychologie-Studium. Er arbeitete lange Jahre für ein Arbeitsamt im Rhein-Main-Gebiet. Er lebt heute in einer spirituellen Gemeinschaft im Schwarzwald.

 

 

Jochen Sch.

 

Über den weiteren Lebensweg von Jochen Sch. ist derzeit nichts bekannt.

 

 

Rainer S.


Über Rainer S. weiteren Lebensweg ist derzeit nichts bekannt.